Aktuelles von den Pallottinern
Ein Ort, an dem Christen Christus begegnen - die Stadtpfarrei St. Jakob in Friedberg
Im Nazarenerstil ausgemalt: Innenansicht der Stadtpfarrkirche St. Jakob, die nicht nur an diesem Tag bis auf den letzten Platz gefüllt ist.
Friedberg/27.05.2010 - Pfiffig und kreativ kommt die kleingedruckte Weihnachtsbotschaft nach dem Evangelisten Lukas daher, die sich - im wahrsten Sinne des Wortes - als roter Faden in der vergangenen Advents- und Weihnachtsausgabe des Pfarrbriefes von St. Jakob von Seite zu Seite schlängelt. Und es ist eine Botschaft, die bei den Menschen in Friedberg ankommt. Schließlich geht der Pfarrbrief an alle Haushalte der Stadt.
Doch für Pater Markus Hau, den Stadtpfarrer von Friedberg, steckt mehr dahinter, als einfach nur optische Spielerei. Ihm kommt es auf den Inhalt an, den er damit vermitteln möchte: „Alles ist durch das Wort Gottes verbunden, es steht oft im Hintergrund und gibt doch allem in unserem Leben erst Sinn." Oder mit einem Bild aus der Pfarrkirche gesprochen: P. Hau möchte seine Gemeinde zu Christus, dem menschgewordenen Gotteswort, führen, so wie sich der „dynamische Jakob" am Haupteingang auf die Jesus-Darstellung im Altarraum zubewegt.
Dass ihm Ideen und Themen irgendwann einmal ausgehen könnten, darüber macht sich der 36-jährige Pallottiner keine Sorgen. Denn dafür sorgt schon seine Gemeinde. „Wichtige Impulse kommen aus der Pfarrei heraus", erklärt P. Hau. Ganz pallottinisch eben. Eine Realität, die nicht verwundert. Ist der junge Rheinländer, der vor zwei Jahren seine Zelte einen Steinwurf vom Provinzialat entfernt aufschlug, nach den Patres Wipfler, Fuchs und Pfenning seit 1974 bereits der vierte Pallottiner auf dieser Stelle.
Initiativen sind vielfältig und bunt wie die Fresken in der Stadtpfarrkirche
Ganz im Gegenteil: Die Tatsache, „selbstbewusste Gläubige, Menschen, die für St. Jakob stehen, in die Mitverantwortung zu nehmen", so Pater Hau, sei überhaupt nicht mehr umkehrbar. Und die Initiativen sind vielfältig und bunt wie die Fresken in der Stadtpfarrkirche. Angefangen von einer Segensausstellung in der Fastenzeit über das musikalische Nachtgebet beim Altstadtfest bis hin zum Kontakt zur islamischen Gemeinde, der von Frauengruppen aus der Pfarrei heraus geknüpft wurde.
Für den Pfarrer, der gemeinsam mit dem achtköpfigen Pastoralteam neben der Hauptkirche St. Jakob, auch noch die Kirchen St. Afra im Felde, zweimal St. Stefan in Friedberg-Süd und im Ortsteil Wiffertshausen rund 9 000 Katholiken betreut, ist es pallottinisch durch und durch, wenn „Frauen und Männer ihre eigene Position im Gemeindeleben suchen, finden und weiterentwickeln". Eine besondere Rolle spielt für P. Hau dabei der Pfarrgemeinderat, den er als „Motor der Pfarrei" bezeichnet. Hier entsteht das, was für ihn lebendige Gemeinde, was für ihn St. Jakob, ausmacht.
Nämlich ein spiritueller Ort, der nicht nur durch seine „Kirche mit der Tiger-Optik" (P. Hau) auffällt, sondern an dem die Tradition einer 400-jährigen Andechs-Wallfahrt bequem Platz findet, neben einem Kindergottesdienst, der junge Familien anspricht. Ein geistiges Zentrum, an dem die Gläubigen nicht nur um sich selbst kreisen, sondern im ökumenischen Dialog und in karitativer Sorge um die Nöte in der Weltkirche ihr Profil schärfen. Also: Ein offener Raum, in dem Christen Christus begegnen.
Nähere Informationen zum Leben in der Pfarrei finden Sie auf der eigenen Internetseite.
Der Pfarrer von St. Jakob, P. Markus Hau, unternimmt alles, damit junge Familien in der Gemeinde eine Heimat finden.
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