Aktuelles von den Pallottinern
Pallottinische Fußabdrücke hinterlassen Spuren auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag
Erstinformation oder bereits mittendrin: Im Hintergrund gibt P. Lenz Impulse beim Workshop "Unterwegs nach Emmaus" - als Erwachsener Ja zur Taufe sagen.
München/17.05.2010 - Mit zahlreichen Appellen für einen Neuaufbruch der Christen endete gestern, am 16. Mai 2010, der 2. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) in München. An den rund 3000 Veranstaltungen nahmen nach Angaben der Veranstalter mehr als eine halbe Million Menschen teil. Darunter waren auch zahlreiche Pallottiner, Pallottinerinnen, Unio-Mitglieder und der Gemeinschaft nahestehende Teilnehmer, die - verteilt über die gesamte Agora (Marktplatz) auf dem Messegelände und die Stadt - mit ihren Fußabdrücken bleibende Spuren hinterließen.
Missionssekretär Br. Bert Meyer gab am Stand der Missionsprokuratoren aus rund 125 missionierenden Ordensgemeinschaften Antworten auf Fragen zu "Mission heute". P. Hubert Lenz bereicherte das ÖKT-Programm mit seinem 18-köpfigen Team von der Vallendarer Projektstelle „Wege erwachsenen Glaubens" durch zahlreiche Workshops, Gottesdienste und Gespräche am Info-Stand in Halle A 5.
Oder Sr. Simone Hachen, die dem ökumenischen Stand der Deutschen Ordensobernkonferenz (DOK) und evangelischer Gemeinschaften ebenso eine pallottinische Note gab, wie Sr. Irene Weber bei den MaZ'lern (Missionare auf Zeit) auf dem Olympia-Gelände. Aber auch die beiden Geschäftsführer von Tobit Reisen, Andreas Schmitz und Markus Hoffmann, hissten die Banner von Pallottiner Pilgerfahrten, die beim einen oder anderen Besucher des Standes positive Erinnerungen an spirituell-kulturelle Reisen aufleben ließ.
"(Sich) Aufbrechen (lassen) - wie die Emmausjünger" lautete das Thema des Gottesdienstes in der Herz-Jesu-Kirche in München-Neuhausen.
„Diese Tage in München waren eine hervorragende Gelegenheit Jugendliche und Erwachsene aus den verschiedenen christlichen Kirchen über die Notwendigkeit unserer Arbeit für und in den Missionsländern Afrikas, Asiens und Südamerikas zu informieren", sagte Br. Bert. Aber nicht nur am Stand, sondern auch an anderen Orten der bayerischen Landeshauptstadt kam er mit Kirchentags-Besuchern ins Gespräch. Dabei standen für ihn zumeist die Missionsprojekte der Pallottiner im Vordergrund, die materiell, finanziell aber auch ideell aus Deutschland unterstützt werden.
Unter dem Motto „Abenteurer der Hoffnung" verteilte Sr. Simone - gerade erst in die Provinzleitung der Pallottinerinnen gewählt - nicht nur knallbunte Lollis, sondern sprach mit Interessierten über ihr persönliches „Abenteuer Ordensleben" oder gewährte Einblicke in ihre eigene Berufungs-Schatzkiste. „Belächeln sie uns ruhig, das haben wir vorher auch getan", lautete eine der sechs provokanten Aussagen, die neben den lebensgroßen Fotografien von Ordensleuten im Berufungsparcours zu lesen waren. Der originelle Stand fiel ins Auge und verfehlte seine Wirkung nicht. Allein die Neugier, welches Ordensgewand zu welcher Gemeinschaft gehört, war für viele Teilnehmer schon Grund genug, einen Moment stehen zu bleiben.
Als "Abenteurer der Hoffnung" gingen katholische und evangelische Ordensleute auf die Kirchentagsbesucher zu - Pallottinerin Sr. Simone Hachen (rechts vorne) ins Gespräch vertieft.
Stehen bleiben, innehalten, unterwegs sein: Diesen klassischen Kirchentags-Dreiklang nutzte auch das Team von der WeG-Projektstelle aus Vallendar, um auf dem ÖKT in die Glaubenskursarbeit für Erwachsene einzuführen. Dies fing an bei der Erstinformation und ging bis hin zu konkreten Nachfragen von Gruppenmitgliedern, die sich in ihrer Heimatgemeinde auf den Glaubensweg „Unterwegs nach Emmaus" gemacht haben.
„Das Feuer des eigenen Glaubens weiterzugeben, funktioniert nur, wenn der Funken bei Gottesdienst, Gebet und Gespräch auch überspringt", erklärte der Initiator der Vallendarer Glaubenskursarbeit P. Hubert Lenz. Symbolhaft wurden in den vier Tagen mehrere tausend Streichholzschachteln an die Kirchentags-Besucher verteilt.
P. Hubert Lenz: Viel Ermutigung und Bestärkung erfahren
Und die gemeinsamen Erfahrungen aus den Gottesdiensten in St. Otto (Ottobrunn) und in der Herz-Jesu-Kirche (Neuhausen) und bei den Workshops im Geistlichen Zentrum in Halle B2 sprechen für P. Lenz eine deutliche Sprache. „Wir haben für unsere Glaubenskurse viel Ermutigung und Bestärkung erfahren", so der Pallottinerpater. Es sei zwar viel Arbeit gewesen, aber mit vereinten Kräften sei das straff organisierte Programm gut bewältigt worden, bedankte er sich bei seinem Team und den Gastgebern in Ottobrunn.
Die Hoffnung stand nicht nur im Motto („Damit ihr Hoffnung habt"), sondern auch vielerorts - ob sichtbar oder unsichtbar - im Mittelpunkt des diesjährigen Kirchentags. Jeder Besucher assoziierte damit etwas anderes, kam mit unterschiedlichen Erwartungen und fuhr mit vielfältigen Eindrücken wieder nach Hause. Ob der 2. ÖKT bleibende Spuren auf dem Weg zur Einheit der christlichen Kirchen hinterlassen wird, muss sich noch zeigen. Ein Abenteuer, zu dem die Pallottiner ihren Beitrag leisten möchten, bleibt es allemal.
Die beiden Geschäftsführer von Tobit-Reisen, Andreas Schmitz (l.) und Markus Hoffmann (m.), präsentierten das Jahres-Programm von "Pallottiner Pilgerfahrten".
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