Logo

Aktuelles von den Pallottinern

"Es war ein großes Fest": Pallottiner-Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Hamburg-Rahlstedt feiert 50-jähriges Kirchweihjubiläum


Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Erzbischof Werner Thissen, Provinzial P. Hans-Peter Becker und Pfarrer P. Hans-Joachim Winkens einzogen.

Hamburg/01.02.2010 - Vom Pallotti-Tag bis zum Pontifikalamt: Mit einer ereignisreichen Festwoche haben die Katholiken der Hamburger Pfarrei Mariä-Himmelfahrt in Rahlstedt das 50-jährige Weihejubiläum ihrer Kirche gefeiert und dabei ihre Dankbarkeit für fünf Jahrzehnte blühendes Gemeindeleben zum Ausdruck gebracht. Höhepunkt war das Festhochamt mit Erzbischof Werner Thissen, der am Sonntag (31. Januar 2010) die Woche abrundete. Für den reibungslosen Ablauf mussten zwar am Vortag - und selbst kurz vor dem Gottesdienst noch - die Wege auf dem Gelände, zwischen Kirche und Gemeindehaus, Pfarrhaus und Parkplätzen durch fleißige Hände von den Schneemassen befreit werden, doch die Stimmung war ungetrübt.

Unter Orgelklängen zogen die Ministranten und Zelebranten in die bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche ein. "Es war ein großes Fest", blickte Pfarrer P. Hans-Joachim Winkens, der neben Erzbischof Thissen und Provinzial P. Hans-Peter Becker auch viele Gäste aus Politik, Kirche und dem gesellschaftlichen Leben der Hansestadt begrüßen durfte, am nächsten Tag auf eine glanzvolle Feier, eine abwechslungsreiche Woche und ein spannendes Jahr zurück.

Erzbischof Thissen würdigte in seiner Predigt die Jubiläums-Festschrift, die ihm zeige, welch große Vielfalt an Gruppen und Verbänden das Gemeindeleben prägten. Die  Geschichte der letzten fünfzig Jahre ist darin nicht einfach chronologisch dargestellt, sondern sie lässt Gemeindemitglieder „Geschichten" aus ihrem Erleben und Leben in Mariä Himmelfahrt erzählen. Der Erzbischof bedankte sich bei Provinzial P. Hans-Peter Becker, dass die Gemeinschaft seit 50 Jahren immer wieder Priester und Diakone für die Pfarrseelsorge zur Verfügung gestellt habe.

Provinzial: Dank an das Erzbistum für gute Zusammenarbeit und stolz auf lange pallottinische Tradition

Provinzial P. Hans-Peter Becker spielte den Ball zurück und dankte dem Erzbistum für die hervorragende Zusammenarbeit, die nicht zuletzt in erheblichen finanziellen Zuwendungen ihren Niederschlag fand. P. Becker zeigte sich stolz auf die lange pallottinische Tradition an diesem Ort. "Wir als Pallottiner schauen heute mit Ihnen zusammen dankbar und gerne zurück und vertrauensvoll nach vorne in dem Wissen, dass Gott uns zutraut auch heute Kirche zu bauen und zu sein", richtete sich der Provinzial an die gesamte Gemeinde. 

Gemeinsam mit Pfarrer Winkens hatte sich diese in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv auf das Jubiläum vorbereitet: Pilgerreise, Einkehrtage, Exerzitien, Dichterlesung, Konzerte. Aber auch bauliche Maßnahmen standen auf dem Programm. Renovierungen in der Kirche wurden vorgenommen, die Risse in der Altarwand beseitigt und der Altarraum neu gestrichen. Die Beichtstühle wurden ebenfalls saniert und zudem ein Beichtzimmer eingerichtet. „Wir wollten die Kirche so herrichten, dass sie für die nächsten 50 Jahre gut ausgestattet ist", sagte Pater Winkens.

Gelungene Partnerschaft: Während sich Erzbischof Werner Thissen über den fast 50-jährigen Einsatz der Pallottiner an diesem Ort freute, dankte Provinzial P. Hans-Peter Becker für die stets gute Zusammenarbeit und Förderung.

Vor fünfzig Jahren wurde die Pfarrkirche vom damaligen Weihbischof Johannes von Rudloff feierlich eingeweiht. Dieser Kirchbau war damals dringend notwendig geworden, weil die alte, mehrfach erweiterte Kapelle auf der anderen Straßenseite den Anforderungen der ständig wachsenden Gemeinde nicht mehr gerecht wurde. Und der Wunsch nach einer neuen, geräumigen und schönen Pfarrkirche war groß. So entwarf Architekt Paul Jaeckel eine moderne Kirche mit einem freistehenden Glockenturm.

Rahlstedt war in den turbulenten Nachkriegsjahren ein riesiges Neubaugebiet geworden. Viele ausgebombte Familien aus Hamburg und vor allem auch tausende Flüchtlinge aus dem Osten waren hierher gezogen und suchten nach einer kirchlichen Heimat. Hinzu kam, dass in Rahlstedt eine Reihe von Bundeswehrkasernen stand und der Verteidigungsminister Garnisonskirchen für seine Soldaten benötigte. So wurden damals die evangelische Martinskirche und die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt mit beträchtlichen Summen vom Bund unterstüzt.

Mit rund 8000 Katholiken zählt Mariä Himmelfahrt zu den größten Pfarreien der Hansestadt

Die Gemeinde zählt heute rund 8000 Katholiken, die zu einem großen Teil aus aller Herren Länder in die Metropole im Norden Deutschlands kamen. Sie gehört zu den größten innerhalb des Erzbistums. Woche für Woche treffen sich hier Menschen unter dem großen Kreuz, das seit 1965 den Altarraum ziert und zwanzig Szenen aus dem Leben Jesu zeigt. P. Winkens ist sich dieser reichen pallottinischen Tradition in Hamburg bewusst, die 1921 mit der Auswandererseelsorge des Raphael-Vereins ihren Anfang nahm.

„Letztlich ist uns aber bewusst, dass alle Investitionen in tote Steine nutzlos sind, wenn wir nicht bei uns, den lebendigen Steinen, eine religiöse Aufbruchstimmung durch das Kirchweihjubiläum bewirken können.“ Ihn treibt auch die Frage um, wie die Kirche in Hamburg künftig präsent sein kann. Aber auch eine Antwort hat er parat: „Wir müssen Vernetzungen schaffen. Alte Strukturen werden immer mehr wegfallen. Die Herausforderung der Zukunft ist, dass wir Kinder und Jugendliche auch weiterhin erreichen", so P. Winkens. Wichtig seien zum Beispiel die Pfadfinder mit 70 Mitgliedern. 120 Kinder werden in der Kita Sonnenblume betreut: „So erreichen wir junge Familien.“

Eines hat das Jubiläumsjahr einmal mehr offengelegt. Im Zusammenspiel von Gemeinde- und Pfarrhaus, Kindergarten und -tagesstätte und Kirche ist hier ein bunter Ort entstanden, an dem sich verschiedene Traditionen und Kulturen in großer Offenheit begegnen, wo sich Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer engagieren und zur Erneuerung des Glaubens beitragen.


Weitere aktuelle Meldungen

02. Februar 2012 Pater Lentz in seine Ämter in der diözesanen Jugendarbeit eingeführt
Abschied und Neubeginn standen am Dienstag (31. Januar 2012), dem Fest des heiligen Johannes Bosco, Patron der Jugend, bei der katholischen Jugend im Bistum ...
lesen
02. Februar 2012 Neuer Lehramtsstudiengang Pflege in Vorbereitung - Universitäten kooperieren
Zum Wintersemester 2012/2013 soll ein neuer Lehramtsstudiengang Pflege an berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz an den Start gehen. Darauf haben sich die ...
lesen
02. Februar 2012 „Mehr Wissen schützt“ - Fachtagung zum Thema sexueller Missbrauch
Prävention in der Kinder- und Jugendarbeit, Signale erkennen und Sprachlosigkeit überwinden. Bei der Fachtagung „Sexueller Missbrauch an Kindern ...
lesen

Alle aktuellen Meldungen im Überblick

Weitere Aktionen