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Bettelstab 2012 und 18.267,65 Euro für den Dortmunder Elterntreff e.V. - Dank für „ein beachtenswertes Zeugnis der Menschlichkeit in unserer Stadt“


Dortmund/07.10.2012 - Im Rahmen einer bewegenden Feier überreichten Schirmherr Claus-Dieter Clausnitzer (4.v.r.) und die Leitung des Katholischen Forums Dortmund den Bettelstab 2012 an die Vorsitzendenden des Dortmunder Elterntreffs e.V., Hans-Jörg Banack und Dr. Monika Schmidt-Steup. Zusammen mit dem symbolträchtigen Stab konnte Clausnitzer einen Scheck überreichen über 18.267,65 Euro.

„Mit ihrer seit 1982 bestehenden Initiative für leukämie- und tumorerkrankte Kinder in der Kinderklinik des Klinikums Dortmund liefern Sie ein beachtenswertes Zeugnis der Menschlichkeit in unserer Stadt“, dankte der bekannte Dortmunder Schauspieler und Schirmherr des Bettelstabs 2012, Claus-Dieter Clausnitzer, dem Vorstand und den „Stationsmüttern“ des Elterntreffs. „Mit dem Geld können wir die beängstigende Situation der Familien und den Klinikaufenthalt der betroffenen Kinder erträglicher machen“, freute sich sichtlich bewegt Hans-Jörg Banack, Erster Vorsitzender des Vereins.

Zuwendung erwächst auch aus eigener Betroffenheit

Jährlich kommen etwa 30 neu erkrankte Kinder in die Kinderklinik Dortmund. „Wir sind von Anfang an dabei, besuchen die Kinder, nehmen Kontakt mit den Familien auf, sprechen mit den Angehörigen und kümmern uns in Zusammenarbeit mit dem Klinikpersonal um die Kinder“, berichtet Dr. Monika Schmidt-Steup über die Arbeit. „Wir“ sind wesentlich die sechs „Stationsmütter“, die Kern und Herz der Betreuung und Beratung bilden.

Aus ihrer eigenen Betroffenheit und Erfahrung – die Stationsmütter sind allesamt Eltern ehemals erkrankter Kinder – wissen sie um die Schmerzen, Nöte und Bedürfnisse der Kinder und ihrer Angehörigen. Die eigene Betroffenheit der Vereinsmitglieder macht die Unterstützung der erkrankten Kinder und Angehörigen authentisch und pragmatisch. „Unser Wissen um die Krankheit und auch um die Chancen bringt den Kindern und Eltern, die aus ihrem Alltag in diese Not fallen, Hoffnung und Zuversicht“, sagt Schmidt-Steup, deren eigener Sohn den Krebs besiegte. Über die Jahre entwickelte sich unter den Eltern eine vertrauensvolle, warmherzige Atmosphäre als Grundlage für eine vielseitige Unterstützung und individuelle Hilfen für die Kinder selbst und deren Familien.

Öffentliche Wahrnehmung von sozialem Engagement stärken

Die Linderung seelischer, körperlicher und sozialer Not und die Wahrung der Menschenwürde unter solch schwierigen Umständen waren wesentliche Beweggründe für die Entscheidung der Mitarbeiter des Katholischen Forums, dem Elterntreff die Auszeichnung zuzusprechen. „Neben den finanziellen Mitteln ist die öffentliche Aufmerksamkeit für die ausgezeichneten Projekte von großer Bedeutung“, erläutert Pater Siegfried Modenbach vom Katholischen Forum. „Insofern hoffen wir, dass der Bettelstab die Öffentlichkeit noch mehr sensibilisiert für die wichtige Arbeit des Elterntreffs.“ Insgesamt waren aus der Dortmunder Bevölkerung 15 Projekte vorgeschlagen worden. „Jedes dieser Projekte ist wichtig und Wert unterstützt zu werden. Jeder der vielen Menschen, die sich in diesen Projekten engagieren, verdient unsere Anerkennung und unseren Dank“, betont Pater Modenbach.

Mit dem Verein freut sich auch der Schirmherr des Bettelstabs 2012 Claus Dieter Clausnitzer. Der Dortmunder Kammerschauspieler schenkte der Kinderstation K1 einen kleinen Johannisbrotbaum, als „Zeichen der Ermutigung für die Zukunft“, und verband damit den „unbescheidenen Wunsch: Mögen die Kinder der Station K.1 wieder gesund und fröhlich nach Hause kommen!“ Weitere Benefiz-Aktionen geplant Traditionell legten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Katholischen Forums zahlreiche „Bettelaktionen“ auf in franziskanischer Tradition.

Schon mit den ersten Aktionen, den Basaren zum Advent 2011 und zu Ostern, kamen fast 1.000 Euro zusammen, ohne dass der Preisträger bekannt war. Eine Sonderkerze, Grußkarten mit von den betreuten Kindern gemalten Motiven, ein Kabarettabend am 10. August, eine Lesung des Bettelstab-Schirmherrn Claus-Dieter Clausnitzer am 25. August, die große Straßenaktion am 22. und der Erntedank-Basar am 29. September erbrachten, zusammen mit zahlreichen Spenden, insgesamt die Summe von 18.267,65 Euro. „Die Spendenaktion für den diesjährigen Preisträger wird bis zum Jahresende fortgesetzt“, kündigte Georg Borgschulte an. „Es sind noch einige Benefiz-Aktionen geplant, so zum Beispiel ein Konzert der Gruppe ASCHIRA am 26.10. in der Kinderklinik. Außerdem geht der Verkauf der ‚Wort-Licht-Kerzen’ und der Grußkarten weiter.“

Seit 1991 würdigt der Bettelstab Projekte und Initiativen, die beitragen

- zur Versöhnung und Verständigung zwischen religiösen, kulturellen und nationalen Gruppen
- zur Linderung seelischer, körperlicher und sozialer Not
- zur Wahrung der Menschenwürde
- und zur Bewahrung der Schöpfung.

Die Kriterien entsprechen dem Evangelium, der franziskanischen Spiritualität, dem Geist des Vinzenz Pallotti und der Grundhaltung des Katholischen Forums. Es tritt seit seiner Gründung vor 28 Jahren ein für Toleranz, Solidarität, Gerechtigkeit und Frieden sowie für die Sinngebung über das Materielle hinaus. „Wir möchten Gesprächspartner sein für Menschen gleich welchen Alters, welcher Konfession und Weltanschauung, die auf der Suche sind nach spiritueller Erfahrung, nach Lebensorientierung und Gemeinschaft“, beschreibt Pater Jürgen Heite die Botschaft des Forums: „Leben ist mehr“.

Quelle: Katholisches Forum Dortmund


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