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Aktuelles von den Pallottinern

Pallottiner im Gespräch: "Im Geist des Miteinanders wahrhaft Apostel Jesu sein" - Generalrektor P. Jacob Nampudakam zum Jubiläum des 50. Jahrestags der Heiligsprechung Pallottis im Jahr 2013


Seit 2010 Generalrektor der Pallottiner: P. Jacob Nampudakam.

Rom/24.01.2012 - Die Gesellschaft vom Katholischen Apostolat (SAC) - kurz die Pallottiner - bereiten sich in den kommenden Monaten auf das Jubiläum des 50. Jahrestags der Heiligsprechung ihres Gründers im nächsten Jahr vor: der heilige Vinzenz Pallotti wurde am 20. Januar 1963 während des II. Vatikanischen Konzils heiliggesprochen. Das Generalat in Rom hat die Vorbereitungen auf das Jubiläum in der vergangenen Woche begonnen. Isabella Piro von Radio Vatikan befragte dazu den Generalrektor der Pallottiner P. Jacob Nampudakam.

Die Vorbereitungen auf das Jubiläum werden ein ganzes Jahr - bis zum 20. Januar 2013 - dauern. Was werden dabei die wichtigsten Momente sein?

Wir müssen dieses Jubiläum und die Vorbereitung darauf an jedem einzelnen Tag mit Leben füllen. Beispielsweise werden wir jeden 22. eines Monats besonders begehen, denn dieser Tag ist im Januar der Festtag Pallottis. Es wird auch eine Novene zum hl. Vinzenz Pallotti geben, zahlreiche Veranstaltungen und eine Wallfahrt. Wir werden versuchen, jeden Tag im Geist des Jubiläums zu leben.

Was war das besondere Charisma des hl. Vinzenz Pallotti und was können wir heute noch von ihm lernen?

Pallottis Hauptbotschaft war, dass alle Menschen Apostel Jesu Christi sind. Alle sind berufen, ihm nachzufolgen und an der Mission der Kirche teilzuhaben. Alle tragen dabei Verantwortung. So ist es uns ein Anliegen, eine Kirche in Gemeinschaft mitzugestalten, so wie es auch das II. Vatikanum wollte. Dazu gehört es auch Laien bei der Übernahme ihrer Verantwortung für die Mission der Kirche zu motivieren.

In das Jahr 2012 fallen nicht nur die Vorbereitungen auf den 50. Jahrestag der Heiligsprechung Pallottis, sondern auch die Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren. Pallotti wurde damals während des Konzils heiliggesprochen. Man könnte von einer bedeutsamen Überschneidung dieser beiden Ereignisse sprechen …

Gewiss war die Heiligsprechung Pallottis zu dieser Zeit ein sehr wichtiges Signal. Und wir Pallottiner waren darüber natürlich sehr glücklich. Wir wissen ja auch, dass Pallotti bereits lange vor dem Konzila eine Kirche in Gemeinschaft aller vor Augen stand und ausführlich darüber gesprochen wurde. Heute, Jahrzehnte nach dem Konzil, ist dies in der Kirche zur Realität geworden. Zu Pallottis Zeit war dies noch eine prophetische Vision. Deshalb haben wir für die Kirche von heute eine wichtige Botschaft, vor allem in Zusammenhang mit den Thema Neuevangelisierung: das, was Pallotti wollte, war den Glauben zu beleben zu Gunsten der Nächstenliebe, genau das ist heute auch das Ziel der Neuevangelisierung. Dafür stehen wir als Pallottiner ein, indem wir diese Linie bei Pallotti weiterziehen.

In welcher Form führen die Pallottiner heute die Lehren und Visionen ihres Gründers fort?

Unsere Patres und Brüder sind in 43 Ländern dieser Erde im Einsatz. Alle können wir als Apostel in unterschiedlichen Formen in der Pastoral tätig sein, wenn wir die richtige Motivation haben, genauer gesagt zur Ehre Gottes und zum Heil aller Menschen jetzt und in Zukunft wirken. Wir arbeiten unter anderem in Pfarreien, in Schulen, in Krankenhäusern, in der Mission... Aber weniger wichtig ist, wo wir arbeiten, als vielmehr in welchem Geist wir dies tun, nämlich im Geist des Miteinanders, indem wir jede und jeden dabei unterstützen, wahrhaft Apostel Jesu Christi zu sein.

Was sind ihre Wünsche für das Jubiläum?

Nach meinen vielen Reisen in die verschiedenen Länder dieser Welt bin ich von einer Sache immer noch überzeugt: es besteht aktuell ein großes Bedürfnis nach Gott und zur Botschaft des Evangeliums zurückzukehren. Wir tun vieles - Projekte hier, Arbeit dort -, aber die wesentliche Frage für mich ist: Steht Gott bei alle dem im Mittelpunkt unseres Tuns? Ich hoffe deshalb, dass dieses Jubiläum uns auch zu einer spirituellen Erneuerung in unserem persönlichen Leben wie auch in unserer Gemeinschaft führt. So können auch wir einen Beitrag zur Neuevangelisierung und zur Mission in der ganzen Welt leisten.

Das verschriftlichte Interview ist eine Übersetzung aus dem Italienischen. Wer das Gespräch im Original hören möchte, kann dies auf der Seite von Radio Vatikan tun.


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