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Aktuelles von den Pallottinern

Ein Zeuge kritischer Zeitgenossenschaft - Limburgs Bischof Tebartz-van Elst feiert im Missionshaus den Festtag des heiligen Vinzenz Pallotti - Pallotti-Predigt von Rektor P. Leo Wiszniewsky auf YouTube


Pallottivesper im Missionshaus: Bischof Franz-Peter Tebartz van-Elst, dahinter Rektor P. Leo Wiszniewsky (l.) und Pfarrer P. Toni Schröers.

Limburg/23.01.2012 - Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst hat am Sonntag, 22. Januar 2012, mit den Pallottinern den Festtag ihres Gründers, des heiligen Vinzenz Pallotti (1795-1850) gefeiert. Bereits in den Gottesdiensten am Vormittag feierte die pallottinische Gemeinschaft vor Ort, aber auch in allen anderen Niederlassungen der Provinz, dieses für die Gemeinschaft so bedeutende Fest. Pater Leo Wiszniewsky, Rektor im Missionshaus, erinnerte im Festgottesdienst an die Früchte pallottischen Denkens (Video auf dem YouTube-Kanal der Pallottiner).

Vor allem über die Gottebenbildlichkeit des Menschen habe Pallotti mit Vorliebe gepredigt. Der Heilige wollte "alle Menschen in ihrem guten Kern (...) wahrgenommen, entdeckt und entfaltet wissen", so Pater Wiszniewsky. Denn nur mit der Erfahrung des Geliebtseins seien wir "in der Lage, eine ganz persönliche Antwort zu geben und unsere Berufung zu erkennen".

In der feierlichen Pontifikalvesper erinnerte der Bischof abends an das ermutigende Glaubens- und Lebenszeugnis des Heiligen und an die enge Verbundenheit der Pallottinerinnen und Pallottiner mit der Kirche von Limburg: Im Jahr 1892 kamen die ersten Pallottiner in die Bischofsstadt an der Lahn und bauten hier 1897 das heutige Missionshaus. Von Limburg aus wirkten Missionare der Gemeinschaft weltweit und verkündeten anderen Völkern das Evangelium.

„Pallotti lebte in turbulenten Zeiten“, resümierte Bischof Tebartz-van Elst. Damals habe die Botschaft des Evangeliums viel Gegenwind und viele Anfeindungen erfahren. Aus dem Glauben und aus einer tiefen Frömmigkeit heraus, habe Pallotti die Botschaft des Evangeliums so begriffen, dass er zu einer kritischen Zeitgenossenschaft berufen gewesen sei. Die Einladung, dieser Berufung zu folgen, gelte für alle Christen: Es gehe nicht um die Anpassung an diese Zeit, wohl aber um Wachsamkeit und es gehe nicht darum, von der Welt zu sein, wohl aber für die Welt zu sein.

„Pallotti hat entdeckt, dass die geistliche Form den Menschen bestärkt, sich den Realitäten der Zeit zu stellen“, erklärte Tebartz-van Elst. Es brauche eine wahre Bereitschaft hinzuhören, hinzuschauen und zu entdecken, dass die Zeit erfüllt ist von Gottes Wirken und Gottes Wort auch dann, wenn es manche Umbrüche und Einschnitte gäbe. „Es geht darum, die Zeichen der Zeit zu verstehen indem wir sie im Licht des Evangeliums deuten“, sagte der Bischof.

Quelle (Text/Bild): Pressestelle Bistum Limburg 


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