Aktuelles von den Pallottinern
Gelebte Ökumene und Gastfreundschaft - Das Wiener Pallottihaus fördert Verständigung und Orientierung und möchte Brücken zu Gott zu bauen
Herzlich willkommen in Wien: Pater Alfred Gruber öffnet „sein“ Haus für Menschen, die nach Begegnung und Erholung suchen.
Wien/13.01.2012 - Langweilig – oder „fad“, wie der gebürtige Lungauer, Pater Alfred Gruber, sagen würde – wird es im Pallottihaus in Wien nicht wirklich. Dafür ist in Hietzing im 13. Bezirk von Österreichs Hauptstadt, nur einen Steinwurf vom Touristenmagneten Schloss Schönbrunn entfernt, einfach zu viel los. Denn was Anfang des 20. Jahrhunderts noch eine Tagesreise vom Zentrum der Donaumetropole an der Peripherie des Wienerwalds lag, ist längst zu einer begehrten Wohnlage geworden.
Aber auch das Haus mit seinen über die vergangenen Jahrzehnte in mehr oder weniger unregelmäßigen Abständen notwendigen Baumaßnahmen hält den umtriebigen Pater seit fast 25 Jahren auf Trab. 1988 kam der heute 63-Jährige, der im Studienheim der Gemeinschaft auf dem Mönchsberg sowohl Schüler als auch Präfekt gewesen ist, von Salzburg in die Auhofstraße. Hier traf er auf vier ältere Mitbrüder und ein renovierungsbedürftiges Haus.
Keineswegs protzig, vielmehr von Charme erfüllt
Schritt für Schritt wurde die einst herrschaftliche Villa aus dem 19. Jahrhundert samt Kirche und Vordertrakt, die beide 1959/1960 erbaut wurden, wieder auf Vordermann gebracht. Die alten Stuckdecken, Säulen, Schränke und Bögen im Eingangsbereich und im Speisesaal ließen ganz aufs Neue das vornehme Ambiente von einst wieder aufleuchten. Keineswegs protzig, vielmehr erfüllt von einem ursprünglichen Charme, der Leib und Seele Erholung finden lässt.
Und genau das möchten Pater Gruber und sein Team um Monika Rainer, die für die Gesamtorganisation des Hauses mit seinen 60 Betten, Festsaal, Seminarräumen und zwischen 6000 und 7000 Gäste pro Jahr zuständig ist, allen bieten. „Nicht nur im gegenseitigen und geselligen Miteinander der vielen Frauen, Männer, die dieses Haus besuchen, sondern auch in tiefer Begegnung mit Gott“, betonte der Pallottinerpater.
Ziel sei es, Menschen zu befähigen, „den eigenen Glaubensweg kraftvoll zu gehen und couragiert weiterzugeben“. Dies geschieht natürlich auch bei selbst organisierten Veranstaltungen wie Einkehrtagen und Geistlichen Wochenenden.
Bischöfe, Notfallseelsorger oder Pfarrgemeinderäte
Keine Frage: Die Hausphilosophie, die sich auch außerhalb des 13. Bezirks herumgesprochen hat, kommt an und lässt dabei selbst Konfessionsgrenzen hinter sich. Ob dies nun Bischöfe und Fachtheologen der syrischen Kirchen sind, die schon seit vielen Jahren immer wieder im Pallottihaus tagen, eine Gruppe evangelischer und katholischer Notfallseelsorger oder Pfarrgemeinderäte, diözesane Gruppen und Ordenschristen.
Ökumene und Gastfreundschaft wird an diesem Ort nicht nur in der Theorie beschworen, sondern auch praktisch gelebt. Genauso wie die rege Gottesdienstgemeinde, die mit ihren Gebeten und Gesängen Woche für Woche tragfähige Brücken zu Gott baut.
Eine gute Nachbarschaft existiert aber auch zu den benachbarten kirchlichen Bildungshäusern in diözesaner, jesuitischer und salesianischer Hand. „Wir helfen uns aus, wo es nötig ist“, erklärte Pater Gruber das bewährte Miteinander von Pallottihaus, Don Bosco Haus und Kardinal König Haus, das vielerorts über die gemeinsame Reinigungsfirma für Bettwäsche hinausgeht.
Durch Monika Rainer (links), die ebenfalls aus dem Salzburger Land stammt, wird der Pallottinerpater bei der Gesamtorganisation des Hauses bereits seit rund zwanzig Jahren entlastet.
Nähere Informationen über das Pallottihaus in Wien und dessen Angebot finden Sie im Internet unter www.pallottihaus-wien.at.
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