Immer wieder gute Anfänge
von fr. Sebastian Wagner SAC
Nun befinden wir uns in der letzten Woche dieses Jahres 2011. Und diese hat es nochmal so "richtig in sich". Am 25. Dezember feiern wir Christen das Hochfest Weihnachten, die Geburt unseres Herrn Jesus Christus. Einen Tag später ,am 2. Weihnachtstag, feiern wir das Fest des hl. Stephanus, des ersten Märtyrers der Kirche. Am letzten Tag dieser Woche und des Jahres feiern wir Silvester und das Jahresende - meist mit "Saus und Braus".
Ich möchte aber jetzt den Fokus auf die zwei erstgenannten Feste richten. Weihnachten und das Fest des hl. Stephanus.
In der Festmesse am 1. Weihnachtstag freue ich mich besonders auf das Evangelium nach Johannes (1,1-18) "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“.Es ist für mich eine Freude zu wissen, dass der Anfang aller Dinge Gott selber ist. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, lesen wir schon im ersten Kapitel im Buch Genesis.
Und jetzt kommt mit Jesus wieder ein neuer Anfang. In unserem Leben haben wir es auch immer mit Anfängen zu tun. Wir fangen an zu leben, die ersten Schritte zu gehen, die ersten Worte zu sprechen. Wir gehen das erste Mal zur Schule und empfangen das erste Mal die heilige Kommunion. Diese Reihe ließe sich beliebig fortsetzen.
Schön zu wissen, dass Jesus selbst auch viele Anfänge auf Erden erlebte. Er fing auf Erden an zu leben, machte seine ersten Schritte und sprach die ersten Worte. Und ich glaube, dass in unseren vielen Anfängen Gott mit dabei war, wie es auch schon im Psalm 139 heißt:
HERR, Du erforschest mich und kennest mich. Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.
Kommen wir zum hl. Stephanus. Er war Diakon und die Apostelgeschichte berichtet von ihm. Stephanus erlitt durch die Steinigung den Tod. Er war und ist der erste Märtyrer in unserer Kirche. Er war sozusagen "der Anfang" der kirchlichen Heiligenverehrung, die wir bis in die Gegenwart vollziehen. Auch wenn es vielleicht komisch klingt, aber Stephanus kann uns bei allen Anfängen Hilfe und Vorbild sein. Bei seiner Steinigung war er fest davon überzeugt, schon bald einen neuen Anfang zu machen, nämlich bei Gott.
Ich wünsche ihnen in Ihrem Leben immer wieder "gute Anfänge" bei all den Dingen, die sie beginnen werden, die Sie in Angriff nehmen. So wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, bei dem Gott aufs Neue in ihrem Herzen Fleisch wird. Auch wünsche ich ihnen einen guten Rutsch ins Jahr 2012 und natürlich viele gute Anfänge.
Über fr. Sebastian Wagner SAC
Der Autor ist Pallottiner-Frater und derzeit als Mesner in der Stadtpfarrkirche St. Jakob in Friedberg tätig.
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