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Petrus Canisius

Jesuit, Kirchenlehrer


Geboren:
8. Mai 1521 in Nijmwegen, Niederlanden

Gestorben:
21. Dezember 1597 in Fribourg, Schweiz

Gedenktag:
21. Dezember

Peter de Hondt (lateinisch „canis” = „Hund”) war der Sohn des Bürgermeisters von Nijmwegen, das damals zum deutschen Reich gehörte. Er studierte in Köln, trat 1543 als erster Deutscher in den Jesuitenorden ein. In vielen Teilen Deutschlands gründete er Jesuitenzentren, so die erste deutsche Ordensniederlassung der Jesuiten in Köln. Er lehrte an deutschen Universitäten, darunter in Köln und Wien, wirkte als Prediger in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und in Böhmen, war Universitätsrektor in Ingolstadt, Domprediger in Wien.

Die ihm angetragene Würde des Bischofs von Wien lehnte er ab, um weiter in ganz Europa lehren zu können. Petrus war der Sprecher der katholischen Bürgerschaft in Köln. Er war maßgeblich am Reichstag in Augsburg von 1556 beteiligt und begleitete den Augsburger Bischof als Berater auf das Konzil von Trient. Von dort berief ihn der Ordensgründer Ignatius nach Rom, um ihn als Führer der Gegenreformation wieder nach Deutschland zu senden.

Am 21. Dezember 1597 starb Petrus Canisius in Fribourg in der Schweiz nach einem erfüllten Ordensleben in der Gesellschaft Jesu. Das Leitmotiv des Heiligen, "persevera" (Halte durch, sei beharrlich), hat als Motto gerade auch für unsere heutige Zeit, speziell für die Situation des Glaubens in einer pluralen Gesellschaft Gültigkeit.

Canisius war eine hochbegabte Persönlichkeit; entsprechend vielfältig war auch sein Einsatz für Welt und Kirche. Der Konzilstheologe, Theologieprofessor, Bildungsreformer, Berater in Kirche und Politik, Beichtvater, Volksmissionar und Gefangenenseelsorger war vor allem aber Seelsorger und Prediger. In Worten sei er sparsam gewesen, aber was er sprach und schrieb, das hatte Gewicht.

Das Anliegen der Katechese war von Anfang an ein zentraler Punkt in seinem Wirken. Denn die religiöse Bildung war seit jeher wesentlicher Bestandteil des Jesuitischen. Canisius schrieb seinen Katechismus aus geistlichem Engagement heraus. Dabei ging es ihm um die Weitergabe des Glaubens und die Erneuerung der katholischen Kirche. Zudem hatte er stets die Bildung der Kinder und einfachen Leute im Blick. Petrus Canisius gilt der katholischen Kirche nach Bonifatius als der „zweite Apostel Deutschlands”.


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