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Helena

Mutter des römischen Kaisers Konstantin


Geboren:
249 in Drepanon, heutiges Hersek/Türkei (?)

Gestorben:
18. August (?) 330 in Nikomedien, heutiges Izmit/Türkei

Gedenktag:
18. August

Sie muss eine bemerkenswerte Frau gewesen sein. Sonst hätte sie eine solche Karriere nicht machen können - weder persönlich noch politisch geschweige denn geistlich. Dass man bis heute an sie denkt und ihren Namen verehrt, das war dem Mädchen von der Nordwestküste der heutigen Türkei nicht in die Wiege gelegt. Sie wird 255 als Tochter eines Gastwirtes geboren.

In einer Schänke aufzuwachsen, in der auch viele Soldaten verkehren, ist eine besondere Herausforderung. Helena war wohl nicht allein schön und klug; sie war eine Persönlichkeit mit Ausstrahlung. Wie sonst wäre es zu erklären, dass sich Constantinus, der spätere Kaiser Konstantinus I. Chlorus, in sie verliebt und sie zu sich nimmt. Da galt es die Häme des Hofes auszuhalten. 285 bekommt das Paar einen Sohn, der spätere Kaiser Konstantin.

Der Junge ist vier Jahre alt, als ihn Kaiser Diokletian an seinen Hof holt. Helena wird abgeschoben. Konstantin macht als Feldherr Karriere. 306 rufen ihn die Soldaten auf einem Britannienfeldzug zum Kaiser aus. 313 wird er in der berühmten Schlacht an der Milvischen Brücke seine Macht endgültig festigen und dem bis dahin verfolgten Christentum die Freiheit schenken. Konstantin steht als Kaiser zu seiner Mutter. Er holt sie zu sich und verleiht ihr 327 den Titel Augusta (Kaiserin).

Fünfzehn Jahre zuvor war sie bereits Christin geworden. Und sie setzt sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für das Christentum ein. Zum einen entfaltet Helena eine große karitative Tätigkeit. Zum anderen arbeitet sie für den Gottesdienst und die Repräsentation. Öffentlichkeitsarbeit, würden wir heute sagen, die Anerkennung bringt. Helena hat entscheidenden Anteil am Bau der Kreuzkirche in Jerusalem, der Geburtskirche in Bethlehem, der Eleonorakirche auf dem Ölberg, von Santa Croce in Gerusalemme in Rom und der Apostelkirche in Konstantinopel.

Spätere Legenden erzählen von Ihrer Verantwortung für die Thebäerkirche in Köln und die Kirchen in Xanten und Bonn. Auch habe sie die Übertragung der Gebeine des Apostels Matthias nach Trier bewirkt und auch den Heiligen Rock dorthin gebracht. Wie auch immer, mit ihrem Namen ist die Auffindung des Kreuzes Christi am 14. September 320 verbundnen. Helena war in das Heilige Land gereist. Sie wollte den Spuren Jesu nachgehen. Sie wollte selbst finden und berühren und anderen Menschen ein Gleiches ermöglichen.

Leuchtet nicht hinter dieser Heilig-Land-Wallfahrt das Mädchen aus der Schänke auf? Sie kennt die einfachen Leute. Sie weiß wohl aus eigener Erfahrung, dass Glaube nicht allein eine Sache der Herzens oder des Kopfes ist. Glaube braucht Erfahrung, braucht die „menschliche Gebärde", in der Gott uns nahe ist, wie wir im Lied singen.

Wer vermag zu sagen, wie vielen „einfachen Menschen" Helena geholfen hat, den Glauben an Jesus Christus zu finden und in den Schwierigkeiten des Alltags zu bewahren. Ihre Hilfe bestand in der gelebten Nächstenliebe und darin, das Christusgeheimnis „begreiflich" und erfahrbar zu machen. Und das noch in schönen Räumen. Ja, Helena war eine bemerkenswerte Frau. Schön und klug. Eine Persönlichkeit mit Ausstrahlung. Wie anders ist es zu erklären, dass der Sohn zu ihr stand und sie zur Kaiserin machte. Helena, 330 gestorben, war eine gläubige Frau, fromm und insofern „einfach", als dass sie Erinnerung berühren wollte, um so das Heilige zu spüren.


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