Patrick
Bischof, Glaubensbote
Geboren:
389 in Bannaventa Berniae in Britannien
Gestorben:
461 in Irland
Gedenktag:
17. März
Als Sohn eines römischen Ratsherren und Diakon wird Patrick um 389 in Britannien geboren. Im Alter von 16 Jahren wird er von Seeräubern nach Irland verschleppt und dort in die Sklaverei verkauft. Sechs lange Jahre arbeitete Patrick als Sklave auf der "grünen Insel". In dieser Zeit hört er Gottes Ruf, wandelt sich zum Asketen und kehrt nach seiner Flucht, mit dem festen Willen Priester zu werden, in seine Heimat zurück.
Nach seiner Priesterweihe geht Patrick zunächst nach Gallien und erweitert in verschiedenen Klöstern der Normandie seine theologische Bildung. 432 wird Patrick zum Bischof geweiht. In einem Traum erscheint ihm ein Ire, der ihm einen Brief, mit der Bitte nach Irland zurückzukehren, überreicht. Patrick versteht diesen Traum als Missionsauftrag.
Noch im selben Jahr macht Patrick sich mit 24 Gefährten auf den Weg auf die Insel, die noch vor wenigen Jahren der Ort seines Sklavendaseins gewesen war. Als Nachfolger des Palladius, des ersten irischen Missionars, und mit Zustimmung der meisten irischen Stammeskönige beginnt er sein Missionswerk unter den Heiden. Unermüdlich bereist Patrick mit seinen Begleitern Irland, gründet Klöster, Kirchen und Schulen und schafft so ein starkes Fundament für die Ausbreitung des Glaubens.
Doch wird Patricks Wirken nicht von allen Bewohnern der grünen Insel mit Wohlwollen begleitet. Besonders die irischen Druiden sehen ihn als Gefahr für ihren eigenen Kult. So ist auf seinen Reisen immer wieder sein Leben bedroht. Doch Patrick lässt sich von den Widerständen nicht aufhalten, richtet ganz bewusst seinen ersten Bischofssitz in Armagh, inmitten eines heidnischen Stammes ein, und sorgt durch weitere Bischofssitze im ganzen Land dafür, dass Irland schon bald als "Insel der Heiligen" bezeichnet wird.
Da Patrick während seiner Gefangenschaft die irische Sprache gelernt hat, kann er in Liturgie und Lehre auf die Landessprache zurückgreifen; dies ist mit ein Grund dafür, dass der christliche Glaube von den Iren als etwas "eigenes" angenommen wird und bis in unsere Tage besonders fest verwurzelt ist. So veranschaulichte er seiner Gemeinde die Dreifaltigkeit anhand eines dreiblättrigen Kleeblattes, das bis heute das irische Nationalsymbol ist.
Am Osterfest 433 zündet Patrick auf einem weit ins Land sichtbaren Hügel beim heutigen Slane ein Feuer an und markiert so dort, wo einst die Könige herrschten, den Sieg des Lichtes Christi über die Finsternis. 449 zieht er sich für vierzig Tage - wie einst Mose am Sinai - zum vorösterlichen Fasten auf den heute Croagh Patrick genannten Berg in der Grafschaft Mayo zurück. Jede Nacht soll ihm ein Engel erschienen sein, um ihn nach seinen Wünschen zu fragen; Patrick erbittet lediglich, im Jüngsten Gericht selbst über die Iren urteilen zu dürfen; als dieser Wunsch abgelehnt wird, droht er, den Berg nie mehr zu verlassen, worauf der Engel ihm einräumt, "seit den Aposteln hat es keinen Mann gegeben, der mehr zu bewundern ist", weshalb der Wunsch erfüllt wird.
Nun ist der Berg zur wichtigsten Pilgerstätte in Irland geworden. Scharen von Pilgern ziehen auf den Berg, viele gehen mit bloßen Füßen oder rutschen auf den Knien, um Buße zu tun. Noch heute ist der Stein zu besichtigen, auf dem Patrick so lange im Gebet gekniet haben soll, dass seine Knie einen Abdruck hinterließen.
Um 461 stirbt Patrick. Der Ort seines Todes sowie seine Begräbnisstätte sind nicht bekannt. Der "Patricks Day" wird noch heute besonders in Irland und bei irischen Auswanderern in Amerika und Australien gefeiert.
















