Felicitas
Märtyrerin
Geboren:
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Gestorben:
202/203 in Karthago
Gedenktag:
7. März
Feli sagen manche liebevoll oder Fee. Felicitas ist bis heute ein beliebter Vorname. Zusammen mit Perpetua gehörte Felicitas zu den ersten Märtyrern der Kirche, deren Geschichte man ziemlich genau kennt. Ein Augenzeuge der Hinrichtung hat sie niedergeschrieben. 7. März 202 (oder 203) in Karthago, dem heutigen Tunis. Man feiert den 13. oder 14. Geburtstag des Publius Septimus Geta, Sohn des römischen Kaisers Septimus Severus (193-211).
Aus Anlass des Geburtstages lässt der Kaiser in der großen Arena eine "Volksbelustigung" veranstalten. Ein Programmpunkt: Etliche junge Christen werden wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen. Zu dieser Gruppe gehört auch die jung verheiratete Sklavin Felicitas. Man nimmt an, dass der schon in der Gefangenschaft umgekommene Revocatus ihr Mann war. Vom Mann der Perpetua erfahren wir nichts. Diese ist bereits Mutter einer kleinen Tochter. Ihr Vater bemüht sich, Perpetua freizubekommen. Doch es gelingt ihm nicht.
Um die Freilassung der Felicitas, der Sklavin, kümmert sich niemand. Doch ganz ohne Freude scheint sie aber nicht zu sein. Denn ihre kleine Tochter, der sie zwei Tage vor ihrer Hinrichtung im Gefängnis das Leben schenkt, findet Aufnahme bei einer Familie.
Was war der Grund, das die Gruppe junger Christen verhaftet und schließlich hingerichtet wurde? Septimus Severus war kein Freund der Juden und Christen. Er zweifelte an ihrer Staatsräson. Deshalb hatte er die Taufe verboten. Felicitas gehörte aber in der aufblühenden nordafrikanischen Kirche zu einer Gruppe Katechumenen, die sich die Bibel und die Sakramente erklären ließen, die auf dem Weg zur Taufe waren. Auf diesem Weg sollten sie gestoppt werden. Doch das gelingt nicht.
Die jungen Menschen lassen sich entweder kurz vor der Verhaftung oder in der Gefangenschaft taufen. Sie wollen zu Jesus Christus und seiner Kirche gehören. Sie wissen um die Gefahr ihrer Entscheidung. Und sie wissen um das Glück. Felicitas trägt dieses Bewusstsein in ihrem Namen. Die junge Christin weiß, dass man erst wirklich glücklich sein kann, wenn man Jesus Christus entdeckt hat. In ihm findet der Mensch Glück über dieses Leben hinaus. Darum kann die junge Frau auch gelassen in den Tod gehen.
Was dem Kaiser sicher nicht gefiel: Das Beispiel der Felicitas, der Perpetua und der anderen jungen Christen schreckte nicht ab. Im Gegenteil: Es machte neugierig. Wer ist Jesus Christus? Diese Frage stellten sich immer mehr Menschen im heutigen Tunesien. Viele baten um die Taufe. Die Geschichte dieser Märtyrer wird nun jahrhundertelang immer am 7. März in den Kirchen Nordafrikas verlesen. Auch Augustinus berichtet davon. Die beiden Frauen werden in den Römischen Kanon aufgenommen. Ihre Geschichter finden sich unter den Heiligen der Mosaiken des frühen 6. Jahrhunderts in Ravenna.
Weitere Aktionen
19.-26.10.2012
„Fasten mit Leib und Seele“ - Fasten am Hersberg
11.-13.05.2012















